... dass ich mehr und mehr versuche, der zu werden, der ich in Wirklichkeit bin ...

Carl Rogers

 

 

Mann sitzt auf demKopf in einem Bürostuhl
lächelnde Frau liegt im Herbstgras

 

 

 

Heilpraktikerin für Psychotherapie

Gesprächstherapie

Gesprächstherapie – was ist das?

Die Theorie der Gesprächspsychotherapie geht davon aus, dass seelische Störungen hauptsächlich dadurch entstehen, dass bestimmte, vorhandene Gefühle nicht gefühlt werden (zum Beispiel Trauer) und bestimmte, mit diesen Gefühlen verbundene Erfahrungen (zum Beispiel weinen) nicht oder nicht vollständig gemacht werden können.

Ein Hauptziel des therapeutischen Prozesses in der Gesprächspsychotherapie liegt darin, die bisher nicht oder nur unvollständig zugelassenen emotionalen Erfahrungen zu erkennen, positiv anzunehmen und den Klienten darin zu unterstützen, sie auszudrücken.

Die Gesprächspsychotherapie hat zum Ziel, die Wahrnehmung und das Erleben des Klienten so zu verändern, dass er seinen Konflikt erkennt und daraus ein anderes Verhalten entwickeln kann.

Angewandt wird die Gesprächspsychotherapie bei der Krisenintervention, bei Partnerschafts- und Familienproblemen, bei Neurosen und inneren Konflikten. Sie ist nahezu in jeder Lebenssituation hilfreich.

Bei Angststörungen, posttraumatischer Belastungsstörungen oder Beziehungsstörungen ist die Gesprächspsychotherapie weniger wirksam.

Die Gesprächspsychotherapie betonte als eines der ersten Therapieverfahren die Bedeutung der Beziehung zwischen dem Klienten und dem Therapeuten, die so genannte therapeutische Beziehung, für die Wirksamkeit der Behandlung.
Die therapeutische Beziehung soll bestimmt sein von gegenseitiger Achtung und gegenseitigem Respekt. Das Verhalten des Therapeuten ist durch Echtheit, Einfühlungsvermögen und „bedingungsloser” Wertschätzung gekennzeichnet und schafft so eine Atmosphäre, die es dem Klienten ermöglicht, seine bisher verdrängten emotionalen Erfahrungen zuzulassen.

Im Mittelpunkt steht der Klient und sein Selbstkonzept. Ein Mensch hat von sich selbst bestimmte Vorstellungen, wie er ist und wie er sein möchte. Das ist sein Selbstkonzept. Aber nicht immer stimmen die tatsächlichen Erlebnisse und Handlungsweisen des Einzelnen mit seinem Selbstkonzept überein.
Ein Mensch, der sich selbst als rücksichtsvoll und entgegenkommend sieht, kann in heftigen Konflikt mit sich selbst geraten, wenn er sich in einer bestimmten Situation plötzlich rücksichtslos und aggressiv verhält. Dann fühlt er sich nicht in Übereinstimmung mit seinem Selbstkonzept, er ist "nicht echt" bzw. inkongruent.

In der Gesprächspsychotherapie wird versucht, solche „Brüche" im Selbstkonzept des Klienten herauszufinden und offen zu legen. Dabei steht nicht die Vergangenheit, sondern die aktuelle Problematik im Vordergrund. Probleme werden in einem offenen Gespräch herausgearbeitet. Die Atmosphäre ist von Wärme, Achtung und Anteilnahme geprägt, ohne dass eine Bewertung stattfindet. Die Klienten sollen sich aufgehoben und sicher fühlen.

Der Therapeut versucht, den Klienten zu verstehen und vor allem auch, das Verstandene widerzuspiegeln. In dieser akzeptierenden und einfühlenden Atmosphäre kann der Klient seine eigene Wirklichkeit akzeptieren und von da aus versuchen, sein Selbstkonzept so zu verändern, dass er größere Selbstachtung und Akzeptanz seiner eigenen Person entwickelt.